Vegane Waffeln Rezept einfach

Vegane Waffeln Rezept einfach – knusprig und fluffig in 20 Minuten

Waffeln ohne Ei, ohne Butter, ohne Milch – geht das überhaupt? Ja, und wie! Dieses vegane Waffeln Rezept ist so einfach, dass du es dir merken kannst. Keine komplizierten Ersatzstoffe, kein Leinsamen-Gel, keine Bananenpampe. Nur acht Zutaten, die du wahrscheinlich schon im Schrank hast.

Ich habe Jahre gebraucht, um das perfekte Rezept für vegane Waffeln zu entwickeln. Die meisten Versuche endeten entweder zu trocken, zu pappig oder geschmacklich fade. Bis ich den Trick mit dem Essig entdeckt habe – er reagiert mit dem Backpulver und erzeugt genau die Luftigkeit, die sonst das Ei bringt. Das Ergebnis? Waffeln, die außen goldbraun und knusprig sind, innen zart und weich. Selbst überzeugte Nicht-Veganer merken den Unterschied nicht.

Das Beste: Du brauchst keine Spezialzutaten aus dem Bioladen. Dinkelmehl, Pflanzenmilch, ein Schuss Essig – fertig. In zwanzig Minuten stehen warme Waffeln auf dem Tisch. Perfekt für spontanen Besuch, entspannte Sonntagsfrühstücke oder wenn der Heißhunger auf etwas Süßes kommt.

Zutaten

Für 6–7 Waffeln (belgisches Waffeleisen):

  • 150 g Dinkelmehl (Type 630) oder Weizenmehl Type 405
  • 2½ TL Backpulver
  • ½ TL Salz (knapp)
  • ⅛ TL Natron
  • 180 ml Pflanzenmilch (Hafer, Mandel oder Soja)
  • 2 TL Apfelessig oder heller Essig
  • 1 EL neutrales Öl (Raps oder Sonnenblumenöl) – optional weglassen für fettfreie Variante
  • 1–2 EL Süßungsmittel (Ahornsirup, Agavendicksaft oder Zucker)

Zubereitungszeit: 10 Minuten
Backzeit pro Waffel: 3–4 Minuten

Zubereitung Schritt-für-Schritt

Schritt 1: Trockene Zutaten vermischen

Gib Dinkelmehl, Backpulver, Salz und Natron in eine mittelgroße Schüssel. Verrühre alles mit einem Schneebesen, damit sich das Backpulver gleichmäßig verteilt. Klümpchen im Mehl aufbrechen – das verhindert ungleichmäßiges Aufgehen.

Schritt 2: Flüssige Zutaten vorbereiten

Miss die Pflanzenmilch ab und gib den Essig direkt hinzu. Kurz umrühren und etwa 30 Sekunden stehen lassen. Die Milch wird leicht dickflüssig – das ist gewollt. Diese Mischung ersetzt die Bindekraft von Eiern.

Schritt 3: Nasse und trockene Zutaten kombinieren

Füge Öl und Süßungsmittel zur Milch-Essig-Mischung hinzu. Gieß die flüssigen Zutaten zu den trockenen und rühre mit einem Löffel oder Schneebesen, bis ein glatter Teig entsteht. Der Teig sollte dickflüssig sein, aber noch vom Löffel tropfen. Ist er zu fest, gib 1–2 EL mehr Pflanzenmilch hinzu.

Schritt 4: Teig ruhen lassen

Lass den Teig zwei bis drei Minuten stehen. Das Mehl quillt auf und der Teig wird gleichmäßiger. Bei Dinkelmehl ist das besonders wichtig, da es langsamer Flüssigkeit aufnimmt als Weizenmehl.

Schritt 5: Waffeleisen vorbereiten

Heize dein Waffeleisen ordentlich vor – bei den meisten Geräten mittlere bis hohe Stufe. Fette das Eisen mit etwas Öl ein, auch wenn es beschichtet ist. Bei der fettfreien Teigvariante ist das Einfetten besonders wichtig, sonst klebt die Waffel fest.

Vegane Waffeln Rezept einfach

Schritt 6: Waffeln backen

Gib eine kleine Schöpfkelle Teig mittig ins heiße Eisen. Die Menge hängt von deinem Gerät ab – bei mir sind es etwa 80–100 ml. Schließ den Deckel und back die Waffel 3–4 Minuten, bis sie goldbraun ist und kein Dampf mehr aufsteigt. Öffne das Eisen erst, wenn sich der Deckel leicht anheben lässt.

Schritt 7: Knusprig servieren

Nimm die Waffel vorsichtig mit einer Holz- oder Silikonzange heraus und leg sie auf ein Kuchengitter. Nie übereinander stapeln – das macht sie weich. Im Backofen bei 80 °C warm halten, während du die restlichen Waffeln backst.

Tipps für perfekte Ergebnisse

Der Essig-Trick macht den Unterschied
Die Kombination aus Essig und Backpulver erzeugt eine chemische Reaktion, die Luftbläschen im Teig bildet. Das ersetzt die aufschlagende Wirkung von Eiern. Lass den Essig nicht weg – du schmeckst ihn später nicht raus.

Dinkel oder Weizen?
Dinkelmehl gibt den Waffeln einen nussigeren Geschmack und ist bekömmlicher. Weizenmehl macht sie etwas luftiger. Beides funktioniert einwandfrei. Glutenfreie Mehlmischungen (mit Xanthan) gehen auch, brauchen aber eventuell etwas mehr Flüssigkeit.

Teig nicht zu dünn
Der Teig sollte dickflüssig vom Löffel laufen, nicht wässrig. Zu dünner Teig ergibt flache, trockene Waffeln. Lieber etwas dicker – die Waffeln werden trotzdem zart.

Öl weglassen geht auch
Für komplett fettfreie Waffeln lass das Öl weg und ersetze es durch 1 EL zusätzliche Pflanzenmilch. Die Waffeln werden etwas fester, aber immer noch lecker. Wichtig: Eisen großzügig einfetten!

Nicht zu früh aufmachen
Vegane Waffeln brauchen etwas länger als klassische mit Ei. Warte, bis wirklich kein Dampf mehr kommt. Zu frühes Öffnen zerreißt die Waffel in der Mitte.

Variationen

Schoko-Waffeln
Ersetze 20 g Mehl durch Kakao und erhöhe die Süße auf 2–3 EL. Dazu passen Erdbeeren und vegane Schlagsahne perfekt.

Zimt-Apfel
Gib 1 TL Zimt in den Teig und rühre 50 g fein geriebenen Apfel unter. Herrlich für den Herbst.

Vanille-Waffeln
Füge 1 TL echte Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote hinzu. Macht die Waffeln besonders aromatisch.

Zitrone-Mohn
Rühre 1 EL Mohnsamen und den Abrieb einer Bio-Zitrone in den Teig. Frisch und sommerlich.

Herzhafte Version
Lass den Süßstoff weg, gib stattdessen getrocknete Kräuter und etwas Knoblauchpulver dazu. Passt toll zu veganem Aufstrich oder Hummus.

Vegane Waffeln Rezept einfach

Aufbewahrung

Frisch gebacken schmecken vegane Waffeln am besten. Übrig gebliebene Waffeln bewahrst du in einer luftdichten Dose im Kühlschrank bis zu drei Tage auf. Vor dem Essen kurz im Toaster oder bei 160 °C im Backofen aufbacken – so werden sie wieder knusprig.

Einfrieren klappt hervorragend: Leg die abgekühlten Waffeln einzeln mit Backpapier getrennt in einen Gefrierbeutel. So halten sie sich drei Monate. Zum Aufwärmen direkt gefroren in den Toaster geben oder 10 Minuten bei 180 °C im Ofen aufbacken.

FAQ

Warum werden meine veganen Waffeln matschig?
Meist liegt es daran, dass der Teig zu flüssig war oder die Waffeln zu kurz gebacken wurden. Lass sie lieber 30 Sekunden länger im Eisen. Außerdem: Nie gestapelt lagern, sonst dampfen sie sich gegenseitig weich.

Kann ich normalen Essig verwenden?
Ja, aber heller Essig (Apfel oder Weißweinessig) ist besser. Dunkler Balsamico verfärbt den Teig und schmeckt zu intensiv durch.

Welche Pflanzenmilch eignet sich am besten?
Hafermilch macht die Waffeln besonders fluffig, Sojamilch gibt etwas mehr Struktur, Mandelmilch ist dezent im Geschmack. Alle drei funktionieren einwandfrei. Hauptsache ungesüßt und ohne starke Zusätze.

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