Hähnchenkeule Rezepte: Saftig, Knusprig & Einfach aus dem Ofen
Hähnchenkeulen sind die unterschätzten Helden der Alltagsküche. Während Hähnchenbrust oft trocken wird, bleiben Keulen durch ihren höheren Fettgehalt selbst bei längerer Garzeit saftig und aromatisch. Dieses Hähnchenkeule Rezept zeigt dir, wie du mit einer simplen Joghurt-Gewürzmarinade und dem Backofen perfekt gebratene Keulen hinbekommst – außen knusprig, innen butterweich.
Das Geheimnis liegt in der Marinade. Griechischer Joghurt macht das Fleisch durch seine Säure zart, während Tomatenmark, Kreuzkümmel und Paprika für eine würzige, leicht rauchige Note sorgen. Die Gewürzmischung erinnert an orientalische Hähnchenkeule Rezepte, funktioniert aber genauso gut für ein schnelles Abendessen unter der Woche.
Was diese Methode besonders macht: Du brauchst keine Pfanne, kein aufwendiges Anbraten, keine Fettspritzer in der Küche. Alles passiert im Ofen. Das macht dieses Hähnchenkeule Rezept ideal für Meal Prep – du kannst gleich mehrere Portionen auf einmal machen und die Keulen später kalt oder warm genießen.
Portionen: 4 Hähnchenkeulen
Marinierzeit: 1–5 Stunden
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Backzeit: 40–45 Minuten
Gesamtzeit: 55 Minuten (plus Marinierzeit)
Kalorien: ca. 388 kcal pro Keule
Schwierigkeitsgrad: Leicht
Titel
Zutaten
Für die Marinade:
- 1 EL Tomatenmark
- 3 EL griechischer Joghurt (oder normaler Naturjoghurt)
- 1½ TL Paprikapulver (edelsüß oder geräuchert)
- 1 TL Chiliflocken (Pul Biber oder Aleppo-Pfeffer)
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- ½ TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 TL Meersalz
- 3 Knoblauchzehen, fein gerieben
- 2 EL Olivenöl
Für die Hähnchenkeulen:
- 1 kg Hähnchenkeulen (4 große Keulen mit Haut und Knochen)
Zubereitung Schritt-für-Schritt

Schritt 1: Marinade herstellen
In einer großen Schüssel Tomatenmark, Joghurt, Paprikapulver, Chiliflocken, Kreuzkümmel, schwarzen Pfeffer, Oregano, Salz, geriebenen Knoblauch und Olivenöl vermischen. Mit einem Schneebesen oder einer Gabel zu einer glatten, dickflüssigen Paste verrühren.
Schritt 2: Hähnchenkeulen marinieren
Die Hähnchenkeulen unter fließendem kaltem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Jede Keule einzeln in die Marinade legen und von allen Seiten gründlich einreiben. Die Marinade sollte auch unter die Haut gelangen – einfach vorsichtig mit den Fingern zwischen Haut und Fleisch gehen.
Die marinierten Keulen in der Schüssel lassen, mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Besser sind 4–5 Stunden, ideal ist über Nacht. Je länger die Marinade einwirkt, desto intensiver wird der Geschmack.
Schritt 3: Backofen vorbereiten
Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das verhindert Ankleben und macht das Aufräumen später deutlich einfacher.
Schritt 4: Hähnchenkeulen anordnen
Die marinierten Hähnchenkeulen mit der Hautseite nach unten auf das vorbereitete Backblech legen. Zwischen den Keulen etwa 3–4 cm Platz lassen, damit die heiße Luft gut zirkulieren kann und die Haut überall knusprig wird.
Schritt 5: Erste Backphase
Das Blech in die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens schieben. Die Hähnchenkeulen 25 Minuten backen. In dieser Phasegart das Fleisch durch und die Unterseite bekommt Farbe.
Schritt 6: Wenden und fertig backen
Nach 25 Minuten die Keulen mit einer Küchenzange vorsichtig umdrehen, sodass die Hautseite jetzt oben liegt. Das Blech eine Schiene tiefer schieben – das verhindert, dass die Haut zu schnell dunkel wird oder verbrennt.
Weitere 15–20 Minuten backen, bis die Haut goldbraun und knusprig ist. Die Kerntemperatur sollte mindestens 75 °C erreichen. Falls du kein Thermometer hast: Die Keulen sind fertig, wenn beim Einstechen klarer Saft austritt, nicht mehr rosa.
Schritt 7: Ruhen lassen und servieren
Die Hähnchenkeulen aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten ruhen lassen, bevor du sie servierst. So verteilen sich die Säfte im Fleisch und jeder Bissen wird saftiger.
Tipps für perfekte Ergebnisse
Haut knusprig bekommen: Die Haut muss trocken sein, bevor die Marinade draufkommt. Nach dem Waschen die Keulen gründlich mit Küchenpapier abtupfen. Feuchtigkeit ist der Feind knuspriger Haut.
Marinade unter die Haut: Für noch intensiveren Geschmack die Haut vorsichtig vom Fleisch lösen (nicht abreißen!) und etwas Marinade direkt aufs Fleisch streichen. Dann die Haut wieder darüber ziehen.
Gleichmäßige Größe: Wenn deine Hähnchenkeulen unterschiedlich groß sind, ordne die kleineren an den Rändern des Blechs an – dort ist es etwas kühler. Die größeren Keulen kommen in die Mitte.
Backofentemperatur: Jeder Ofen ist anders. Falls die Haut nach 40 Minuten noch nicht knusprig genug ist, schalte für die letzten 5 Minuten auf Grillfunktion um – aber bleib dabei, damit nichts verbrennt.
Joghurt-Ersatz: Griechischer Joghurt macht das Fleisch am zartesten. Normaler Naturjoghurt geht auch, ist aber flüssiger. Alternativ funktioniert Buttermilch oder Kefir.
Ohne Knoblauch: Falls du keinen frischen Knoblauch hast, nimm 1 TL Knoblauchpulver. Der Geschmack ist weniger intensiv, aber immer noch gut.
Variationen
Mediterrane Hähnchenkeulen: Oregano durch Rosmarin und Thymian ersetzen. Zitronensaft und Zitronenschale in die Marinade geben. Mit Olivenöl beträufeln und mit Feta servieren.
Asiatisch inspiriert: Joghurt durch Kokosmilch ersetzen. Statt Kreuzkümmel und Paprika Ingwer, Koriander und Currypaste verwenden. Nach dem Backen mit Koriander und Limettenspalten garnieren.
BBQ-Style: Marinade mit 2 EL BBQ-Sauce und 1 TL Liquid Smoke mischen. Nach dem Backen mit extra BBQ-Sauce bestreichen und kurz unter den Grill schieben.
Scharf & rauchig: Chiliflocken verdoppeln und 1 TL geräuchertes Paprikapulver hinzufügen. Mit Cayennepfeffer abschmecken. Perfekt für Scharfesser.
Honig-Senf-Glasur: In den letzten 10 Minuten die Keulen mit einer Mischung aus 2 EL Honig und 1 EL Senf bestreichen. Gibt eine süß-würzige Kruste.
Kräuter-Zitronen-Variante: Frische gehackte Petersilie, Dill und Minze in die Marinade mischen. Mit reichlich Zitronensaft und -schale würzen. Erfrischend und leicht.

Aufbewahrung
Gebratene Hähnchenkeulen halten sich im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter 3–4 Tage. Sie schmecken auch kalt gut – perfekt für Lunchboxen oder Picknicks.
Aufwärmen: Am besten im Backofen bei 180 °C für 10–12 Minuten, bis sie wieder durchgewärmt sind. Die Mikrowelle macht die Haut weich – nur im Notfall verwenden.
Einfrieren: Die fertig gegarten Keulen können eingefroren werden. Einzeln in Gefrierbeutel packen und bis zu 3 Monate lagern. Über Nacht im Kühlschrank auftauen, dann im Ofen aufwärmen.
Meal Prep: Diese Hähnchenkeule Rezepte eignen sich hervorragend zum Vorbereiten. Am Wochenende eine große Portion machen und unter der Woche mit verschiedenen Beilagen kombinieren – mal mit Reis, mal mit Salat, mal im Wrap.
Marinade auf Vorrat: Die Gewürzmischung (ohne Joghurt und Tomatenmark) kannst du in größeren Mengen anrühren und in einem Schraubglas aufbewahren. Bei Bedarf einfach mit Joghurt und Tomatenmark mischen.
FAQ
Kann ich statt ganzen Keulen auch Unterschenkel oder Oberschenkel verwenden?
Auf jeden Fall. Unterschenkel (Drumsticks) brauchen etwa die gleiche Backzeit. Oberschenkel sind schneller durch – nach etwa 35–40 Minuten Gesamtbackzeit prüfen. Die Marinade funktioniert für alle Teile.
Muss ich die Hähnchenkeulen unbedingt marinieren?
Theoretisch kannst du sie auch direkt backen, aber die Marinade macht einen riesigen Unterschied. Die Säure im Joghurt macht das Fleisch deutlich zarter und die Gewürze ziehen richtig ein. Mindestens 1 Stunde marinieren lohnt sich wirklich.
Warum bleibt die Haut manchmal zäh statt knusprig?
Häufigster Grund: zu viel Feuchtigkeit. Die Keulen müssen vor dem Marinieren richtig trocken getupft werden. Außerdem hilft es, sie zu Beginn mit der Hautseite nach unten zu backen – so läuft das Fett aus der Haut raus. Beim Wenden wird sie dann knusprig.
Kann ich die Hähnchenkeulen auch grillen?
Ja, das geht super! Nach dem Marinieren die Keulen auf mittlerer Hitze indirekt grillen (nicht direkt über der Glut). Etwa 40–45 Minuten bei geschlossenem Deckel, zwischendurch wenden. In den letzten 5 Minuten direkt über die Glut für Röstaromen.
Welche Beilagen passen zu diesen Hähnchenkeule Rezepten?
Klassisch: Reis, Bulgur oder Couscous mit geröstetem Gemüse. Frisch: Großer gemischter Salat mit Gurke, Tomaten und Feta. Low Carb: Blumenkohlreis oder gebratener Brokkoli. Comfort Food: Kartoffelpüree oder Ofenkartoffeln mit Kräuterquark.
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